Nächste Investitur

Unser nächstes Investiturwochenende wird vom 14.-16. September 2018 in Essen stattfinden. Am Samstag, den 15. September findet die Göttliche Liturgie im Hohen Dom statt.

Wir laden Sie herzlich ein, die Göttlichen Liturgien mit uns zu feiern. Hierzu ist keine Anmeldung notwendig. Informationen und Anmeldungen für das Investiturwochenende erhalten Sie ebenfalls auf Anfrage.

Rückblick 2015

Der Patriarchalische Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem traf sich vom 11. bis 13. September 2015 im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus zu seiner jährlichen Investitur. Bei der Generalversammlung am Freitag, den 11. September wurde Rückschau gehalten auf die Aktivitäten der vergangenen Monate, Ausblick auf das laufende Treffen sowie die nächste Zeit. Begrüßt werden konnten zur Freude aller Mitglieder der Großmeister des Ordens, Patriarch Gregorios III., sowie der Großprior des Ordens, Jerusalems Erzbischof Joseph Jules Zerey.

Bei einem Vortrag berichtete Patriarch Gregorios über die aktuelle Lage in Syrien: „Seit 5 Jahren gehen die Menschen in Syrien ihren Kreuzweg.“ Die Geistlichen seien alle weiter vor Ort geblieben und stünden den bedrängten und verfolgten Mitmenschen bei, sie würden helfen, wo es möglich ist, ihr Leid zu verringern und ein Weiterleben zu ermöglichen. 150 Kirchen seien bislang in Syrien zerstört worden durch zumeist islamistische Angriffe. Besonders schmerze ihn die Auswanderung der Christen, die im Jahr 2015 so stark wie nie zuvor sei. Damit würde die Strategie des ISIS aufgehen, die die Menschen so lange terrorisierten, bis sie ihre Heimat verlassen würden. Dieser Exodus, eine Gefahr für die Zukunft der Kirche und des Landes, könne nur durch Frieden gestoppt werden. Hier müsse eine gemeinsame Lösung der Großmächte USA und Rußland, von Europa und den Regionalmächten im Nahen Osten gefunden werden. Dabei sei es wichtig, dass alle einig sind gegen ISIS – und dazu gehöre mehr als Waffen – vor allem eine konsequente Haltung gegen ISIS. Aufgabe der Christen sei es, zusammenzustehen und zum Frieden aufzurufen.

In der Seminarkirche wurde Dr. Thomas Kremer, Vizerektor des Collegium Orientale, von Patriarch Gregorios zum Archimandriten geweiht.

Am Samstagmorgen fand im Hohen Dom zu Essen eine feierliche Liturgie im byzantinischen Ritus in Anwesenheit von Dompropst Monsignore Thomas Zander und Prälat Martin Pischel statt. In dieser wurde Diakon Ekkehard Wegener zum Protodiakon erhoben sowie Pfarrer Ruprecht van de Weyer und Rechtsanwalt Karsten Haase bei der feierlichen Investitur neu in den Orden aufgenommen. Der Chor Angelskij Sobor aus Belgien unter der Leitung von Frau Prof. Christine Van Laere bereicherte die Liturgie mit seinen Gesängen. In seiner Predigt beschäftigte sich der Patriarch mit der Frage, warum der Orden in seinem Namen das Kreuz trägt: Im Kreuz sollten die Menschen zur Freude der Auferstehung geführt werden. Das Kreuz als Symbol von Hoffnung, Liebe und Auferstehung zeige damit die ganze Schönheit des christlichen Glaubens. Eine Aufgabe des Ordens sei es daher immer auch, anderen Menschen zu helfen ihr Kreuz zu tragen.

Am Samstagabend referierten Kaplan Uwe Grünefeld und Thomas Dautzenberg über ihre Reise ins Heilige Land. Mit vielen Bildern wurde über die aktuelle Situation der drei Hilfsprojekte in Jerusalem und Beit Sahour sowie die Lage der melkitischen Christen berichtetet. Das Abendgebet wurde insbesondere für die verstorbenen Ordensmitglieder gehalten. Wie auch am Vorabend bereicherte der Chor die Gebete.

Das Essener Domkapitel hatte Patriarch Gregorios gebeten, das sonntägliche Kapitelsamt im byzantinischen Ritus zu feiern. So konnten im fast voll besetzten Dom neben Prälat Martin Pischel noch mehr Gläubige als am Vortag den Reichtum dieser sehr feierlichen katholischen Liturgie der Ostkirche erleben. Daran, dass jeder Sonntag eine Feier der Auferstehung ist, erinnerte Patriarch Gregorios in seiner Predigt. Angesichts der Flüchtlingswelle aus den Ursprungsländern des Christentums seien die Europäer aufgerufen, den Flüchtlingen nicht nur materielle Hilfe zukommen zu lassen. Den Flüchtlingen sollten die Christen Europas auch die Frohe Botschaft vorstellen. Er riet den Anwesenden, dem Islam mit ihrem Glauben zu begegnen. Dafür sei es wichtig, dass der Glaube nicht nur im Privaten gelebt werde. Abschließend bat der Patriarch um das Gebet für die Kirchen im Nahen Osten, damit diese weiter das Zeugnis der Auferstehung geben können.

Einige Bilder finden Sie hier.