Großprior Erzbischof Yaser Ayyash aus Jerusalem bei Jahrestreffen in Essen

Der Patriarchalische Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem traf sich vom 10. bis 12. September 2021 in Essen zu seinem Jahrestreffen. Begrüßt werden konnte zur Freude aller Mitglieder der Großprior des Ordens, Jerusalems Erzbischof Yaser Ayyash.

Am Samstagmorgen fand im Hohen Dom zu Essen eine feierliche Liturgie im byzantinischen Ritus in Anwesenheit von Dompropst Monsignore Thomas Zander und Prälat Martin Pischel statt. Dr. Rafael Switkowski und Norbert Nikolaus Geißler wurden in den Orden investiert sowie Statthalter Thomas Dautzenberg zum Großoffizier befördert. Der Chor Angelskij Sobor aus Belgien unter der Leitung von Frau Christine Van Laere bereicherte die Liturgie mit den Gesängen der Johannes-Chrysostomos-Liturgie.

In seiner Predigt erinnerte der Erzbischof an die Bedeutung des Festes Kreuzerhöhung für Jerusalem. „Das Kreuz zu ehren bedeutet, Jesus Christus zu ehren, der die ganze Menschheit erlöst hat. Deshalb sind Christen stolz auf das Kreuz, es ist unsere Krone, an der Jesus gekreuzigt wurde und Frieden zwischen Gott und der Welt macht. Deshalb glauben und verehren wir »den gekreuzigten Jesus Christus« (1 Kor 2,3).“

In seinem Vortrag berichtete Erzbischof Yaser über die melkitische Kirche, die aktuelle Lage im Heiligen Land sowie unsere dortigen Projekte. „Unsere Schulen sichern eine gewisse Arbeitsmöglichkeit und ermutigen die Menschen, im Heiligen Land zu bleiben, anstatt auszuwandern. Unsere Berufung ist es, im Nahen Osten ein tägliches Zeugnis für Christus zu sein. Ihre Gebete und Unterstützung sind sehr wichtig und von großem Nutzen.“

Das Abendgebet wurde insbesondere für die verstorbenen Ordensmitglieder gehalten.

Am Sonntag wurde die Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus in der Kirche St. Gertrud in Essen gefeiert. Weihbischof Wilhelm Zimmermann nahm an der Liturgie teil, die – wie auch am Vortag – von Großprior Erzbischof Yaser, Prior Michael Schneider SJ und Ruprecht van de Weyer zelebriert wurde.

Bilder des Jahrestreffens finden Sie hier.

Verfasst von Thomas Dautzenberg am 12.09.2021