Aktuelles
Gebet für den Frieden
Wie kann ich mich engagieren?

Absage: Ordensfeierlichkeiten vom 11. bis 13. September 2020 in Aachen

Wir haben uns, so wie Sie auch, auf unser Ordensfest im September gefreut. Lange haben wir versucht, ein Jahrestreffen, wenn auch mit Einschränkungen, möglich zu machen. Da jedoch wegen der derzeitigen Auflagen infolge der Corona-Pandemie und der schwer abschätzbaren Entwicklung derselben eine würdige Feier der Liturgie und ein fröhliches und besinnliches Beisammensein nicht möglich sein wird, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, unser Wiedersehen abzusagen.

Bleiben Sie gesund! Unterstützen Sie bitte die Kinder und Bedürftigen in den Ursprungsländern des Christentums mit Ihrem Gebet und – wenn möglich – auch mit Spenden für unsere Projekte.

Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Trauer in Dankbarkeit

Wir nehmen Abschied von unserem Ordensbruder Richard Schulte Staade. Ein Unterstützer der Menschen in den Ursprungsländern des Christentums. Ein Förderer der byzantinischen Liturgie. Ein Vorbild in der Ausrichtung des Patriarchalischen Ordens in Deutschland als Prior. Ein Gastgeber vieler Investiturwochenenden in Kevelaer und der jährlichen Treffen. Im Jahr 2000 ausgezeichnet mit der Würde des Patriarchal-Exarchen der griechisch-melkitisch-katholischen Kirche durch Patriarch Maximos V. Hakim. Wir werden Dir, lieber Ordensbruder Richard, ein ehrendes Andenken bewahren. Ruhe in Frieden!
Die Predigt im Pontifikalrquiem, zelebriert und gehalten von Richards direktem Nachfolger als Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, können Sie hier nachlesen.

„Doppelte Überraschung“ – Nachfeier des 70. Geburtstags von Spiritual Dr. Michael Schneider SJ

Über die Nachfeier des 70. Geburtstags unseres Priors Prof. Michael verfasste das Collegium Orientale einen beeindruckenden Bericht, den Sie hier

https://www.collegium-orientale.de/meldungen/meldung/news/doppelte-ueberraschung-nachfeier-des-70-geburtstags-von-spiritual-dr-michael-schneider-sj/]

lesen können.

Im Buchhandel können Sie die umfangreiche Festschrift beziehen:

https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?no=22520

Jerusalems Erzbischof Yaser in Trier bei der jährlichen Investitur

Der Patriarchalische Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem traf sich vom 13. bis 15. September 2019 im Trierer Robert-Schuman-Haus zu seinem Jahrestreffen mit Investitur. Bei der Generalversammlung am Freitag, den 13. September wurde Rückschau gehalten auf die Aktivitäten der vergangenen Monate, Ausblick auf das laufende Treffen sowie die nächste Zeit. Begrüßt werden konnte zur Freude aller Mitglieder der Großprior des Ordens, Jerusalems Erzbischof Yaser Ayyash.

Weihbischof Franz Josef Gebert begrüßte die Ordensmitglieder und Gäste herzlich. Er gab den Anwesenden einen Einblick in die aktuelle Situation des Bistums Trier.

Über seiner Reise nach Syrien und in den Libanon berichtete Prior Prof. Dr. Michael Schneider SJ in seinem Vortrag mit vielen Bildern. Herzliche Grüße konnte er unserem Großmeister Patriarch Youssef Absi im Patriarchat in Damaskus überbringen. Er berichtet von den Herausforderungen der Kinder und Jugendlichen. Viel Zuversicht, Lebensfreude und Engagement für ihren Glauben. Zugleich besteht bei den jungen Erwachsenen die Sorge vor dem Wehrdienst in diesen kriegerischen Zeiten, die zu einem Wunsch nach Auswanderung führt. Die Wirtschaftssanktionen treffen die im Land verbliebenen Menschen aller Klassen und machen das Leben im Land sehr teuer und einen Wiederaufbau sehr schwer. Sie interpretieren die westlichen Sanktionen als Aufruf, auch ihr Land zu verlassen und in den Westen zu gehen. Daneben konnte unser Prior auch von unseren Hilfsprojekten berichten.

Am Samstagmorgen fand in der Trierer Liebfrauen-Basilika eine feierliche Liturgie im byzantinischen Ritus in Anwesenheit von Weihbischof Franz Josef Gebert und Domkapitular Hans Wilhelm Ehlen statt. Bei der feierlichen Investitur in dieser Liturgie wurden als neue Ordensgeschwister Werner-Raymund Reißner und Philip Wilming investiert. Zum Großoffizier wurde Friedebert-Georg Niering befördert. Der Chor Angelskij Sobor aus Belgien unter der Leitung von Frau Christine Van Laere bereicherte die Liturgie mit seinen Gesängen der Johannes-Chrysostomos-Liturgie. In seiner Predigt beschäftigte sich der Erzbischof mit der Bedeutung des Kreuzes. Das Fest Kreuzerhöhung bot hierfür den liturgischen Anlass. Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

In seinem Vortrag berichtete Erzbischof Yaser über die melkitische Kirche und die aktuelle Lage im Heiligen Land. Die schwierige Situation der Schule und des Kindergartens an den Hirtenfeldern nahe Betlehem – eines unserer Hilfsprojekte – wurde ausführlich dargestellt. Erzbischof Yaser dankt für die Unterstützung bittet um unser Gebet für Frieden im Heiligen Land und im Nahen Osten insgesamt.

Das Abendgebet wurde am Samstag insbesondere für die verstorbenen Ordensmitglieder und die an diesem Tag Verstorbenen gehalten. Wie auch am Vorabend bereicherte der Chor die Gebete.

Im Hohen Dom zu Trier wurde als sonntägliches Hochamt eine Göttliche Liturgie gefeiert. Dompropst Werner Rössel freute sich über die Anwesenheit von Jerusalems Erzbischof Yaser sowie den Mitgliedern des Patriarchalischen Ordens im sehr gut besetzten Kirchenschiff. In seiner Predigt sprach der Erzbischof über das das Kreuz als Zeichen der Liebe zu allen Menschen. Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

Bilder des Jahrestreffens finden Sie hier.

Verfasst von Thomas Dautzenberg am 22.09.2019

Neues Projekt mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ – Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche

Der christlichen Jugend eine Zukunft in ihrer Heimat Syrien aufzeigen – das will ein großes Projekt in der Diözese Damaskus
In dutzenden 4- bis 5-tägigen Sommerfreizeiten wird mit je 50 bis 100 Kindern aus den Gemeinden der ganzen Region Damaskus vorbildlich christliche Jugendarbeit geleistet. Gut 30 Kilometer von der syrischen Hauptstadt Damaskus entfernt, finden an drei verschiedenen Orten in der mehrheitlich christlichen Stadt Sednaya Sommercamps statt. Die Stadt und insbesondere die einfachen Tagungshäuser für die Sommercamps liegen auf einem Berg, wo es im Sommer spürbar kühler und die Luft sauberer ist.

Unser Großmeister Patriarch Youssef, dessen Patriarchatssitz in Damaskus ist, hat uns um Unterstützung für dieses Projekt gebeten.
Denn durch den wiedergewonnenen Frieden in der Region Damaskus können die Kinder so auch ihre Kriegserlebnisse verarbeiten. Die altersgerechte Vermittlung christlicher Werte nimmt ebenfalls viel Raum ein. Dazu gehört auch, den Umgang miteinander einzuüben und zu reflektieren.
Ein beispielhafter Tagesablauf:
7.30 Uhr wecken, 8.00 Uhr Sport, 8.30 Uhr Gebet, 9.00 Uhr Frühstück, 9.30 Uhr Aufräumen, 10.30 Uhr Gruppenarbeit, 12.00 Uhr Singen christlicher Lieder und Tanzen, Mittagessen, Mittagsruhe, 16.00 Uhr Einüben von Sketchen und kurzen Theaterstücken, Spiele, 20.00 Uhr Abendessen, 21.00 Uhr Sketche, 21.30 Uhr Feedbackrunde, 22.00 Uhr Gebet, 23.00 Uhr Schlafen.

Die Betreuerinnen und Betreuer stammen aus den jeweiligen Pfarren und sind zumeist ältere Jugendliche.

Auf dem Bild sehen Sie und im Video hören Sie eine Gruppe Kinder während einer Sommerfreizeit, die ein Marienlied singt.

Der Patriarchalische Orden ist von dem Projekt überzeugt. Syrien als eines der Ursprungsländer des Christentums darf nicht durch Perspektivlosigkeit und Gewalt weitere christliche Jugendliche verlieren. Auch der syrische Staat wird zum Aufbau einer friedlichen Gesellschaft junge Christen benötigen. Nur so wird es in der mehrheitlich muslimischen Region mit einem mehrheitlich jüdischen Nachbarn dauerhaft Frieden geben. Aber auch hier können wir nur mit Ihrer Hilfe tätig werden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende – die Kinder und Jugendlichen müssen wissen, dass sie nicht vergessen werden.

Großarchimandrit Dr. Thomas Kremer wird Professor für Theologie des Christlichen Ostens

An der Katholischen Universität Eichstätt ist Großarchimandrit Professor Dr. Thomas Kremer Inhaber der neuen Stiftungsprofessur für Theologie des Christlichen Ostens. Wir gratulieren unserem Ordensbruder sehr herzlich und wünschen Gottes Segen für sein Wirken.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der Katholischen Universität Eichstätt

von links nach rechts: Grossarchimandrit Prof. Dr. Thomas Kremer, der damalige melkitische Patriarch Gregorios III. Laham und Statthalter Thomas Dautzenberg

Reise nach Damaskus – Besichtigung von Hilfsprojekten

Ein lesenswerter Artikel gibt Einblick in die Situation insbesondere der Christen in der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Ostern 2020

„Das österliche Geschenk“ lautet die Überschrift zu den Gedanken von Prior Prof. Dr. Michael Schneider SJ zur diesjährigen Fasten- und Osterzeit. Wir laden herzlich zur Lektüre ein!

Im Patriarchalischen Orden setzen wir uns bewusst für die Armen und Notleidenden im Vorderen Orient ein, wissen wir doch, daß alles, was wir dem Geringsten tun, wir zugleich auch Ihm getan haben. Auf diese Weise ist unsere Hilfe und unser Einsatz ebenso ein Christusdienst. Sehr herzlich empfehlen wir daher unsere Hilfsprojekte aber auch das Gebet um Frieden in den Ursprungsländern des Christentums.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest 2020.

„Weihnachten – Leben aus dem weihnachtlichen Segen“,

so betitelt unser Prior Großarchimandrit mitr. Prof. Dr. Michael Schneider SJ seine Weihnachtsbotschaft. Wir laden herzlich zur Lektüre ein!

In diesen Tagen der Vorbereitung wollen wir auch an die Mitmenschen in den Ursprungsländern des Christentums denken, die unserer Hilfe bedürfen. Sehr herzlich empfehlen wir daher unsere Hilfsprojekte im Heiligen Land aber auch das Gebet um Frieden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2020!

Feier der Göttlichen Liturgie in Kevelaer

Am 13. April feierten wir eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus. Dabei beteten wir auch für die verstorbenen Ordensgeschwister. Sie finden hier Bilder der Liturgie.

Ostern – Die unerwartete Erfahrung von Ostern

Ostern – „Total frustriert? – Die unerwartete Erfahrung von Ostern“ so titelt unser Prior Großarchimandrit mitr. Prof. Dr. Michael Schneider SJ seine Osterbotschaft. Wir laden herzlich zur Lektüre ein!

Die Frohe Botschaft des Osterfestes kann für uns zu einem tieferen Glaubensbekenntnis werden – und Frust und Unfrieden überwinden helfen.

Wir wünschen und beten für den Frieden in Syrien und dem ganzen Nahen Osten. Jede Woche und jeden Monat gibt es leichte Hoffnungszeichen für ein Ende des Blutvergießens in Syrien. Und ebenso häufig erscheinen die Rückschläge für einen Durchbruch zu einem Frieden, der eine friedliche Zukunft für die gesamte Region bringen möge.

Bitte helfen Sie uns weiter, in dieser so schwierigen Situation Hoffnung machende Hilfe leisten zu können.

Gesegnete Kar- und Ostertage!

Neuer Großprior bei Jahrestreffen in Essen

Der Patriarchalische Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem traf sich vom 14. bis 16. September 2018 im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus zu seinem Jahrestreffen. Bei der Generalversammlung am Freitag, den 14. September wurde Rückschau gehalten auf die Aktivitäten der vergangenen Monate, Ausblick auf das laufende Treffen sowie die nächste Zeit. Begrüßt werden konnte zur Freude aller Mitglieder der neue Großprior des Ordens, Jerusalems Erzbischof Yaser Ayyash.

Mit vielen Bildern wurde über die aktuelle Situation insbesondere der melkitischen Christen in der syrischen Diözese Damaskus berichtetet. Dieser Zeitungsartikel gibt einen guten Eindruck der Reise und des Vortrags.

Am Samstagmorgen fand im Hohen Dom zu Essen eine feierliche Liturgie im byzantinischen Ritus in Anwesenheit von Dompropst Monsignore Thomas Zander und Prälat Martin Pischel statt. In dieser wurden die Ordensgeschwister Georg Höring und Pfarrer Uwe Grünefeld bei der feierlichen Investitur zu Kommandeuren befördert. Der Chor Angelskij Sobor aus Belgien unter der Leitung von Frau Christine Van Laere bereicherte die Liturgie mit seinen Gesängen der Johannes-Chrysostomos-Liturgie.

In seiner Predigt beschäftigte sich der Erzbischof mit der Schönheit und Bedeutung des Kreuzes als wesentliches Zeichen unseres Glaubens. Das Fest Kreuzerhöhung bot hierfür den liturgischen Anlass.

Bei einem Vortrag berichtete Erzbischof Yaser über die melkitische Kirche und die aktuelle Lage im Heiligen Land. Er appellierte eindringlich für Frieden: „Es ist genug mit den Kriegen im Nahen Osten! Die Menschen wollen in Frieden miteinander leben.“ Ausdrücklich dankte Erzbischof Yaser für die deutsche Flüchtlingshilfe – aus Humanität wie aus christlicher Nächstenliebe. Er mahnte zu beständigem Gebet für den Frieden im Nahen Osten und warb für die Ermunterung von Flüchtlingen wieder in ihre Heimat zurück zu kehren sobald Frieden wiederkehrt.

Das Abendgebet wurde insbesondere für die verstorbenen Ordensmitglieder gehalten. Wie auch am Vorabend bereicherte der Chor die Gebete.

Am Sonntag wurde die Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus in der Basilika minor St. Ludgerus in Essen-Werden gefeiert, wo Propst Jürgen Schmidt Erzbischof, Ordensmitglieder und Gäste herzlich begrüßte.

Bilder des Jahrestreffens finden Sie hier.

Verfasst von Thomas Dautzenberg am 28.09.2018

Weihnachten – Die große Verheißung eines kleinen Anfangs

„Weihnachten – Die große Verheißung eines kleinen Anfangs“, so betitelt unser Prior Großarchimandrit mitr. Prof. Dr. Michael Schneider SJ seine Weihnachtsbotschaft. Wir laden herzlich zur Lektüre ein!

In diesen Tagen der Vorbereitung wollen wir auch an die Mitmenschen in den Ursprungsländern des Christentums denken, die unserer Hilfe bedürfen. Sehr herzlich empfehlen wir daher unsere Hilfsprojekte aber auch das Gebet um Frieden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2019!

Ikone2018

Papst Franziskus: „Beten wir für die verfolgten Christen in Nahost“

Statt seiner üblichen Predigt hat der Papst bei der Messe in der Casa Santa Marta über das gemeinsame Gottesdienstfeiern von Christen gesprochen. An der Messe nahmen melkitisch-katholische Bischöfe unter der Leitung des Patriarchen von Antiochien, Youssef Absi, teil.
Jeden Tag dürfen Priester und Bischöfe an der Frühmesse in der Casa Santa Marta teilnehmen – meistens gehören sie allerdings zum römischen Ritus. An diesem Dienstag sah es in der Kapelle hingegen sehr „ostkirchlich“ aus: Die Bischöfe der melkitischen Kirche sind diese Woche anlässlich ihres Ad Limina Besuchs in Rom und hatten bereits am Montag mit dem Papst gesprochen. Nun feierten sie gemeinsam mit ihm den Gottesdienst, und darauf ging Franziskus in seiner kurzen Meditation ein:

„Diese Messe mit unserem Mitbruder, dem Patriarchen Youssef, beinhaltet eine apostolische Verbindung. Er ist nämlich Vater einer Kirche, die sehr alt ist, und kommt hierher, um Petrus zu umarmen, um also zu sagen: Ich stehe in Einheit mit Petrus. Das ist der Sinn der heutigen Feier in dieser Kapelle. Es ist die Umarmung des Vaters einer Kirche mit Petrus.“
Amtssitz des melkitisch griechisch-katholischen Patriarchen ist Damaskus, die Hauptstadt des von Bürgerkrieg und Wirren geprägten Syrien.

„Die melkitische Kirche ist eine reiche Kirche, mit einer eigenen Theologie, die zur katholischen Theologie gehört, mit einer eigenen wunderschönen Liturgie und einem Volk, das in diesem Augenblick gekreuzigt wird, so wie Jesus. Wir wollen diesen Gottesdienst dem leidenden Volk widmen: den Christen, die im Nahen Osten verfolgt werden, wo sie ihr Leben, ihre Güter und Habseligkeiten zurücklassen müssen und weggeschickt werden. Widmen wir diese Messe auch dem Dienst unseres Mitbruders Youssefs.“

Die katholischen Melkiten feiern ihre byzantinische Liturgie nach dem gregorianischen Kalender, und zwar in arabischer Sprache. Gemäß Kirchenstatistik leben rund 1,3 Millionen Melkiten in 26 Diözesen, und zwar in Syrien, Libanon, Israel, Ägypten, Jordanien, den USA, Europa und Australien.

Nach der Ansprache des Papstes bedankte sich Patriarch Youssef für die Gastfreundschaft. Er sei Franziskus besonders dankbar für die Solidarität gegenüber den verfolgten Gläubigen.

[zitiert aus den Vatican News vom 13.02.2018, Mario Galgano – Vatikanstadt]

Link zur Bildergalerie auf Domradio.de

Predigt – Einheit der Christen

Zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen 2018 hat unser Großprior, Erzbischof Joseph-Jules Zerey, bei einer Andacht vor Vertretern der christlichen Kirchen Jerusalems diese Predigt gehalten.

Neuer melkitischer Patriarch in Aachen – eindrucksvolles Investiturwochenende

Patriarch Youssef Absis erste Reise in seiner neuen Funktion als Oberhaupt der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche führte ihn nach Aachen, wo er im Dom eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus feierte. Die Gesänge der Johannes-Chrysostomos-Liturgie bot der Chor Angelskij Sobor aus Belgien dar. Domvikar Dr. Peter Dückers begrüßte Seine Seligkeit Patriarch Youssef, Erzbischof Joseph Jules sowie die Mitglieder des Patriarchalischen Ordens im Namen des Domkapitels im gut gefüllten Mariendom.

Dort predigte Patriarch Youssef über das Fest der Geburt der Gottesmutter und immerwährenden Jungfrau Maria. „Ein freudiges Ereignis für die Welt, denn das Mädchen Maria, das später zu einer Wohnstätte für Gott und für Jesus, den Heiland, werden sollte, wurde heute geboren, und in ihrer Geburt ersteht die Hoffnung auf ein besseres Leben für die Menschen, das heißt, ein Leben mit Gott.“
Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

Patriarch Youssef ist seit Juni Oberhaupt der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche und Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient mit Sitz im syrischen Damaskus. Die melkitische Kirche ist mit der römisch-katholischen Kirche uniert und steht daher als eine der katholischen Ostkirchen in Einheit mit der römisch-katholischen Kirche.

Anlass der Reise von Patriarch Youssef war das Jahrestreffen des Patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem. Der Laienorden der melkitischen Kirche versteht sich als Brückenbauer zwischen den Religionen und will besonders die Christen in ihren Ursprungsländern unterstützen. Patriarch Youssef ist Großmeister des Ordens.

Nach 24 Jahren gab Dr. Herbert Dautzenberg das Amt des Statthalters ab und wurde für seine großen Verdienste von Patriarch Youssef mit dem Goldenen Stern des Patriarchen ausgezeichnet. Neuer Statthalter ist der gebürtige Aachener Thomas Dautzenberg, Prior des Ordens bleibt der Jesuitenpater Prof. Dr. Michael Schneider. Der Patriarch und der künftige Statthalter waren zuvor bereits von Ministerpräsident Armin Laschet in der Düsseldorfer Staatskanzlei empfangen worden.

Im Benediktinerkloster von Kornelimünster wurde ebenfalls eine Göttliche Liturgie gefeiert. Abt Friedhelm freute sich mit seinen Mitbrüdern über die Anwesenheit von Seiner Seligkeit Patriarch Youssef, Jerusalems Erzbischof Joseph Jules sowie den Mitgliedern des Patriarchalischen Ordens im fast voll besetzten Kirchenschiff. In seiner Predigt zum Fest Kreuzerhöhung sprach der Patriarch über das Geheimnis des Kreuzes: „Wir können das Kreuz nicht verstehen, außer im Lichte der Auferstehung. Deshalb singen wir und verkünden in unseren Gebeten: „Vor Deinem Kreuz fallen wir, o Herr, anbetend nieder, und Deine heilige Auferstehung preisen wir.“ Zudem: „So wurde das Kreuz, das ein Symbol der Schwäche war, zu einem Sinnbild der Stärke; was ein Symbol der Schande war, wurde ein Sinnbild des Stolzes; was ein Symbol der Demütigung war, wurde ein Sinnbild der Herrlichkeit; was ein Symbol des Wahnsinns war, wurde ein Sinnbild der Weisheit; was ein Symbol der Armut war, wurde ein Sinnbild des Reichtums; was ein Symbol der Traurigkeit war, wurde ein Sinnbild der Freude.“
Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

Patriarch Youssef nutzte seinen Vortrag vor den Ordensmitgliedern und Gästen für eine Beschreibung der aktuellen Situation in Syrien und dem Aufzeigen der Bemühungen der Kirche, den bedrängten, verarmten und oft geflüchteten Menschen beizustehen und zu helfen. Einen aktuellen Überblick über die Hilfsprojekte im Heiligen Land gab der Großprior des Ordens und Erzbischof Joseph Jules Zerey, verbunden mit dem Dank für die großzügige Unterstützung. Anschließend gab er einen geistlichen Impuls, indem er über die Liebe zu den einzelnen Personen der Dreifaltigkeit sprach und aufzeigte, wie diese Liebe uns zu Gott führt. Dafür nutzte er einen Ikonen-Altar unserer Ordensschwester und Ikonenschreiberin Barbara Teubner, die wieder viele schöne Ikonen mitgebracht und ausgestellt hat.

Die Abendgebete waren wieder wichtige und vom Chor umrahmte Andachten, bei denen auch der verstorbenen Ordensgeschwister gedacht wurde. Beim geselligen Beisammensein im „Himmelreich“ klangen die eindrucksvollen Tage aus.

Die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten veröffentlichten am 13.09.2017 in ihren Gesamtauflagen folgenden Artikel zu ihrem Gespräch mit Patriarch Youssef.

Einen weiteren Artikel veröffentlichte die Aachener Super Sonntag Zeitung am 24. September 2017.

Weitere Bilder finden Sie hier.

Verfasst von Thomas Dautzenberg am 17.09.2017

Ministerpräsident Laschet empfing Patriarch Youssef

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat den Patriarchen der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche, Seine Seligkeit Youssef, begleitet vom neuen deutschen Statthalter des Patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem, Thomas Dautzenberg , zu einem Gespräch getroffen. Die Begegnung fand im Landeshaus in Düsseldorf statt. Zu Beginn des Besuchs trug sich der Patriarch in das Gästebuch der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ein.

Patriarch Youssef und Ministerpräsident Armin Laschet tauschten sich vor allem über die aktuelle Lage in Syrien und den umliegenden Ländern sowie die Situation der dortigen christlichen Gemeinden aus.

„Ich teile die Besorgnis Seiner Seligkeit über die derzeit schwierige Situation der Christen in Syrien. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Lage möglichst bald stabilisiert, damit die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, nicht für immer ihre Heimat verlieren. Das Christentum muss auch an seinem Ursprungsort im Nahen Osten erhalten bleiben“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet.

Reise ins Heilige Land – Besuch unserer Hilfsprojekte

Zwei Ordensmitglieder besuchten auf einer Reise ins Heilige Land unsere Hilfsprojekte in Jerusalem und Umgebung. Über die Erlebnisse und Eindrücke finden Sie hier einen Überblick.