Aktuelles
Gebet für den Frieden
Wie kann ich mich engagieren?

Ostern 2018

„Ostern – Gottes Reich mitten unter uns“ lautet die Überschrift zu den Gedanken von Prior Prof. Dr. Michael Schneider SJ zur diesjährigen Fasten- und Osterzeit. Wir laden herzlich zur Lektüre ein!

In diesen Tagen der Vorbereitung wollen wir auch an die Mitmenschen in den Ursprungsländern des Christentums denken, die unserer Hilfe bedürfen. Sehr herzlich empfehlen wir daher unsere Hilfsprojekte aber auch das Gebet um Frieden.

Zu Ostern möchten wir Patriarch Youssef in seinem besonderen Bemühen um Hilfe für die Bedürftigen, Kranken, Verletzten, Obdachlosen und Hungernden in Syrien unterstützen. Bitte helfen Sie, in dieser so schwierigen Situation für die Christen und alle Bewohner Syriens, Hoffnung machende Hilfe leisten zu können.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest 2018!

 

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Papst Franziskus: „Beten wir für die verfolgten Christen in Nahost“

Statt seiner üblichen Predigt hat der Papst bei der Messe in der Casa Santa Marta über das gemeinsame Gottesdienstfeiern von Christen gesprochen. An der Messe nahmen melkitisch-katholische Bischöfe unter der Leitung des Patriarchen von Antiochien, Youssef Absi, teil.
Jeden Tag dürfen Priester und Bischöfe an der Frühmesse in der Casa Santa Marta teilnehmen – meistens gehören sie allerdings zum römischen Ritus. An diesem Dienstag sah es in der Kapelle hingegen sehr „ostkirchlich“ aus: Die Bischöfe der melkitischen Kirche sind diese Woche anlässlich ihres Ad Limina Besuchs in Rom und hatten bereits am Montag mit dem Papst gesprochen. Nun feierten sie gemeinsam mit ihm den Gottesdienst, und darauf ging Franziskus in seiner kurzen Meditation ein:

„Diese Messe mit unserem Mitbruder, dem Patriarchen Youssef, beinhaltet eine apostolische Verbindung. Er ist nämlich Vater einer Kirche, die sehr alt ist, und kommt hierher, um Petrus zu umarmen, um also zu sagen: Ich stehe in Einheit mit Petrus. Das ist der Sinn der heutigen Feier in dieser Kapelle. Es ist die Umarmung des Vaters einer Kirche mit Petrus.“
Amtssitz des melkitisch griechisch-katholischen Patriarchen ist Damaskus, die Hauptstadt des von Bürgerkrieg und Wirren geprägten Syrien.

„Die melkitische Kirche ist eine reiche Kirche, mit einer eigenen Theologie, die zur katholischen Theologie gehört, mit einer eigenen wunderschönen Liturgie und einem Volk, das in diesem Augenblick gekreuzigt wird, so wie Jesus. Wir wollen diesen Gottesdienst dem leidenden Volk widmen: den Christen, die im Nahen Osten verfolgt werden, wo sie ihr Leben, ihre Güter und Habseligkeiten zurücklassen müssen und weggeschickt werden. Widmen wir diese Messe auch dem Dienst unseres Mitbruders Youssefs.“

Die katholischen Melkiten feiern ihre byzantinische Liturgie nach dem gregorianischen Kalender, und zwar in arabischer Sprache. Gemäß Kirchenstatistik leben rund 1,3 Millionen Melkiten in 26 Diözesen, und zwar in Syrien, Libanon, Israel, Ägypten, Jordanien, den USA, Europa und Australien.

Nach der Ansprache des Papstes bedankte sich Patriarch Youssef für die Gastfreundschaft. Er sei Franziskus besonders dankbar für die Solidarität gegenüber den verfolgten Gläubigen.

[zitiert aus den Vatican News vom 13.02.2018, Mario Galgano – Vatikanstadt]

Link zur Bildergalerie auf Domradio.de

Predigt – Einheit der Christen

Zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen 2018 hat unser Großprior, Erzbischof Joseph-Jules Zerey, bei einer Andacht vor Vertretern der christlichen Kirchen Jerusalems diese Predigt gehalten.

Neuer melkitischer Patriarch in Aachen – eindrucksvolles Investiturwochenende

Patriarch Youssef Absis erste Reise in seiner neuen Funktion als Oberhaupt der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche führte ihn nach Aachen, wo er im Dom eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus feierte. Die Gesänge der Johannes-Chrysostomos-Liturgie bot der Chor Angelskij Sobor aus Belgien dar. Domvikar Dr. Peter Dückers begrüßte Seine Seligkeit Patriarch Youssef, Erzbischof Joseph Jules sowie die Mitglieder des Patriarchalischen Ordens im Namen des Domkapitels im gut gefüllten Mariendom.

Dort predigte Patriarch Youssef über das Fest der Geburt der Gottesmutter und immerwährenden Jungfrau Maria. „Ein freudiges Ereignis für die Welt, denn das Mädchen Maria, das später zu einer Wohnstätte für Gott und für Jesus, den Heiland, werden sollte, wurde heute geboren, und in ihrer Geburt ersteht die Hoffnung auf ein besseres Leben für die Menschen, das heißt, ein Leben mit Gott.“
Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

Patriarch Youssef ist seit Juni Oberhaupt der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche und Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient mit Sitz im syrischen Damaskus. Die melkitische Kirche ist mit der römisch-katholischen Kirche uniert und steht daher als eine der katholischen Ostkirchen in Einheit mit der römisch-katholischen Kirche.

Anlass der Reise von Patriarch Youssef war das Jahrestreffen des Patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem. Der Laienorden der melkitischen Kirche versteht sich als Brückenbauer zwischen den Religionen und will besonders die Christen in ihren Ursprungsländern unterstützen. Patriarch Youssef ist Großmeister des Ordens.

Nach 24 Jahren gab Dr. Herbert Dautzenberg das Amt des Statthalters ab und wurde für seine großen Verdienste von Patriarch Youssef mit dem Goldenen Stern des Patriarchen ausgezeichnet. Neuer Statthalter ist der gebürtige Aachener Thomas Dautzenberg, Prior des Ordens bleibt der Jesuitenpater Prof. Dr. Michael Schneider. Der Patriarch und der künftige Statthalter waren zuvor bereits von Ministerpräsident Armin Laschet in der Düsseldorfer Staatskanzlei empfangen worden.

Im Benediktinerkloster von Kornelimünster wurde ebenfalls eine Göttliche Liturgie gefeiert. Abt Friedhelm freute sich mit seinen Mitbrüdern über die Anwesenheit von Seiner Seligkeit Patriarch Youssef, Jerusalems Erzbischof Joseph Jules sowie den Mitgliedern des Patriarchalischen Ordens im fast voll besetzten Kirchenschiff. In seiner Predigt zum Fest Kreuzerhöhung sprach der Patriarch über das Geheimnis des Kreuzes: „Wir können das Kreuz nicht verstehen, außer im Lichte der Auferstehung. Deshalb singen wir und verkünden in unseren Gebeten: „Vor Deinem Kreuz fallen wir, o Herr, anbetend nieder, und Deine heilige Auferstehung preisen wir.“ Zudem: „So wurde das Kreuz, das ein Symbol der Schwäche war, zu einem Sinnbild der Stärke; was ein Symbol der Schande war, wurde ein Sinnbild des Stolzes; was ein Symbol der Demütigung war, wurde ein Sinnbild der Herrlichkeit; was ein Symbol des Wahnsinns war, wurde ein Sinnbild der Weisheit; was ein Symbol der Armut war, wurde ein Sinnbild des Reichtums; was ein Symbol der Traurigkeit war, wurde ein Sinnbild der Freude.“
Hier finden Sie die Predigt im Wortlaut.

Patriarch Youssef nutzte seinen Vortrag vor den Ordensmitgliedern und Gästen für eine Beschreibung der aktuellen Situation in Syrien und dem Aufzeigen der Bemühungen der Kirche, den bedrängten, verarmten und oft geflüchteten Menschen beizustehen und zu helfen. Einen aktuellen Überblick über die Hilfsprojekte im Heiligen Land gab der Großprior des Ordens und Erzbischof Joseph Jules Zerey, verbunden mit dem Dank für die großzügige Unterstützung. Anschließend gab er einen geistlichen Impuls, indem er über die Liebe zu den einzelnen Personen der Dreifaltigkeit sprach und aufzeigte, wie diese Liebe uns zu Gott führt. Dafür nutzte er einen Ikonen-Altar unserer Ordensschwester und Ikonenschreiberin Barbara Teubner, die wieder viele schöne Ikonen mitgebracht und ausgestellt hat.

Die Abendgebete waren wieder wichtige und vom Chor umrahmte Andachten, bei denen auch der verstorbenen Ordensgeschwister gedacht wurde. Beim geselligen Beisammensein im „Himmelreich“ klangen die eindrucksvollen Tage aus.

Die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten veröffentlichten am 13.09.2017 in ihren Gesamtauflagen folgenden Artikel zu ihrem Gespräch mit Patriarch Youssef.

Einen weiteren Artikel veröffentlichte die Aachener Super Sonntag Zeitung am 24. September 2017.

Weitere Bilder finden Sie hier.

Verfasst von Thomas Dautzenberg am 17.09.2017

Ministerpräsident Laschet empfing Patriarch Youssef

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat den Patriarchen der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche, Seine Seligkeit Youssef, begleitet vom neuen deutschen Statthalter des Patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem, Thomas Dautzenberg , zu einem Gespräch getroffen. Die Begegnung fand im Landeshaus in Düsseldorf statt. Zu Beginn des Besuchs trug sich der Patriarch in das Gästebuch der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ein.

Patriarch Youssef und Ministerpräsident Armin Laschet tauschten sich vor allem über die aktuelle Lage in Syrien und den umliegenden Ländern sowie die Situation der dortigen christlichen Gemeinden aus.

„Ich teile die Besorgnis Seiner Seligkeit über die derzeit schwierige Situation der Christen in Syrien. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Lage möglichst bald stabilisiert, damit die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, nicht für immer ihre Heimat verlieren. Das Christentum muss auch an seinem Ursprungsort im Nahen Osten erhalten bleiben“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet.

Reise ins Heilige Land – Besuch unserer Hilfsprojekte

Zwei Ordensmitglieder besuchten auf einer Reise ins Heilige Land unsere Hilfsprojekte in Jerusalem und Umgebung. Über die Erlebnisse und Eindrücke finden Sie hier einen Überblick.